Goldenes Oval 2026: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''9. Goldene Oval 2025''' wird am Sonntag, den [[31. Mai]] [[2026]] ab 13:50 Uhr vom [[Deutscher Leichtathletik-Verband|Deutschen Leichtathletik-Verband]] mit ehrenamtlicher Unterstützung des [[Dresdner SC]] im [[Heinz-Steyer-Stadion]] im [[Sportpark Ostragehege]] in der [[Sachsen|sächsischen]] Landeshauptstadt [[Dresden]] ausgerichtet.
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Mit einer deutschen Bestleistung über 2.000 Meter Hindernis und einer Flugshow im Weitsprung haben Lokalmatador Karl Bebendorf und Weitspringerin Malaika Mihambo am Sonntag für Höhepunkte beim Goldenen Oval in Dresden gesorgt. Acht Disziplinen endeten im mit 10.000 Zuschauern ausverkauften Heinz-Steyer-Stadion mit einem DLV-Sieg und sieben mit neuen Meeting-Rekorden. Für internationale Top-Leistungen sorgten die Sprintsiegerinnen mit und ohne Hürden und Diskus-Ass Matthew Denny.
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Das malerische und mit 10.000 Zuschauern ausverkaufte Heinz-Steyer-Stadion in Dresden ist am Sonntag wieder eine perfekte Kulisse für einen stimmungsvolles Leichtathletik-Spektakel gewesen. Und viele DLV-Stars und ihre starke internationale Konkurrenz nutzten diese Bühne beim Goldenen Oval für hochkarätige Leistungen.
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Sportlich zu Hause auf der Dresdner Bahn ist Hindernis-Spezialist Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898), der bei seinem Zieleinlauf über 2.000 Meter Hindernis allen Grund hatte, seinen Jubel herauszuschreien und das Publikum von den Sitzen riss. Von Pacemaker und WM-Finalist Niklas Buchholz (Franconia Athletics) auf den ersten 1.500 Metern perfekt auf Kurs gebracht, legte der EM-Dritte eine starke Schlussrunde hin, blieb in 5:18,29 Minuten deutlich unter seiner Deutschen Bestzeit (5:20,03 min) aus dem Vorjahr und wurde vom ganzen Stadion gefeiert.
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"Ich bin wieder zurück und da, wo ich letztes Jahr in Dresden aufgehört habe. Das war wie eine Befreiung für mich und ein unglaublich geiles Gefühl. Es war das, was man sich wünscht, vor heimischer Kulisse performen zu können. Obwohl ich für das Diamond League Meeting heute Abend eine Einladung hatte, stand nie zur Debatte, mich gegen das Goldene Oval zu entscheiden. Nichts kann mich dazu bringen, bei diesem Meeting hier nicht zu laufen", sagte Karl Bebendorf nach seinem erneuten Rekordlauf.
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Von der Stimmung begeistert war auch Jan Donhauser, Erster Bürgermeister von Dresden. "Ausverkauftes Stadion, grandiose Athletinnen und Athleten sowie eine weltweite TV-Präsenz für Dresden: Der DLV hat alles richtig gemacht, denn mit dem Goldenen Oval haben wir wieder ein Weltklasse-Leichtathletik-Meeting in Sachsen. Wir möchten die Zusammenarbeit fortsetzen, damit die Sport-Fans wieder ein so tolles Leichtathletikfest erleben können," erklärte er. Auch der nächste Termin des Meetings steht schon fest. Das Goldene Oval 2027 ist für den 30. Mai geplant.
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Wieder einmal etwas Geduld benötigten Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) und das Publikum im Weitsprung der Frauen. Für die Olympiasiegerin von 2021 ging erst erst nach drei Fehlversuchen so richtig los. Mit 6,72 Metern übernahm die zweimalige Weltmeisterin im vierten Durchgang die Führung und legte in ihrem folgenden Sprung 6,87 Meter nach. Das war, na klar, Meeting-Rekord. Schon eine Woche zuvor in Rehlingen war die 32-Jährige 6,82 Meter weit gesprungen. Stärker in eine Saison gestartet ist sie zuletzt 2022. Die Jamaikanerin Ackelia Smith (6,54 m) wurde Zweite vor Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen; 6,52 m).
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Auch im Kugelstoßen überzeugte eine Olympiasiegerin aus den Reihen des DLV. Yemisi Mabry (geborene Ogunleye, MTG Mannheim) nutzte die Unterstützung der Fans für ihre ersten 19-Meter-Versuche des Sommers. Als die 27-Jährige zum zweiten Mal in den Ring trat, flog ihre Kugel auf 19,16 Meter, zum Abschluss legte sie noch einmal fünf Zentimeter drauf (19,21 m) und siegte ungefährdet vor der Schwedin Fanny Roos (18,73 m) und Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge; 18,48 m). "Die Stimmung war total toll, allein als wir vorgestellt wurden, sind die Leute auf den Rängen ausgeflippt und haben sich total gefreut, uns zu sehen. Das ist ein wertschätzendes Gefühl für uns Athletinnen und Athleten und pusht uns natürlich auch für den Wettkampf", bilanzierte Yemisi Mabry.
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In weiteren Disziplinen purzelten die Meeting-Rekorde geradezu. Dafür sorgte zum Beispiel Langhürdler Emil Agyekum (SCC Berlin). Schon im vergangenen Jahr hatte der 27-Jährige einen überaus erfolgreichen Sommer mit einem Meeting-Rekord (48,36 sec) in Dresden begonnen und letztlich mit seinen ersten Zeiten unter 48 Sekunden (47,83 sec; 47,98 sec) und Rang sechs bei der WM in Tokio (Japan) gekrönt. Diesen Sommer mit der EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) als Höhepunkt eröffnete der Vorjahressieger mit einer von ihm bekannt starken zweiten Rennhälfte und der Steigerung des Meeting-Rekords auf 48,23 Sekunden. Damit blieb er auch gleich wieder unter der EM-Norm (49,00 sec). Matic Ian Guček (Slowakei; 48,49 sec) und Bassem Hemeida (Katar; 48,77 sec) komplettierten das Podium.
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Ein bärenstarkes Rennen legte auch Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt) über 800 Meter der Frauen hin. 300 Meter vor Schluss beschleunigte die Deutsche Meisterin, setzte sich eingangs der Zielkurve an die Spitze und gab die Führung nicht mehr aus der Hand. In 2:00,02 Minuten fehlten nur drei Hundertstel zur Zwei-Minuten-Grenze und eine Sekunde zur Bestzeit. Ihre zweitschnellste Zeit der Karriere bedeutete neben dem Sieg aber auch Meeting-Rekord. Mit Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler; 2:00,67) ging auch der zweite Rang an eine DLV-Athletin vor der Kanadierin Maeliss Trapeau (2:00,76 min).
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Von zwei Fehlstarts im 100-Meter-Finale der Männer ließ sich Yannick Wolf (Munich Athletics) nicht aus seiner Konzentration bringen. Nach einem starken Start zog der Deutsche Meister von 2023 sein Rennen knallhart durch und war in 10,13 Sekunden nicht zu schlagen. Seine Saisonbestzeit drückte der 26-Jährige um zwei Hundertstel und stellte ebenfalls einen Meeting-Rekord auf. Zweiter wurde der Kubaner Jenns Fernandez (10,18 sec) vor dem Portugiesen Delvis Santos (10,25 sec).
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Über 100 Meter der Frauen zog Sade McCreath ihrer Konkurrenz davon. Bei ihrem Sieg sorgte sie mit 11,06 Sekunden für den nächsten Meeting-Rekord. Gina Lückenkemper (SCC Berlin) sprintete als Zweite zu einer Saisonbestleistung von 11,23 Sekunden vor der Italienerin Gloria Hooper (11,25 sec) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar; 11,26 sec), die im Vorlauf in 11,22 Sekunden etwas schneller unterwegs war.
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Im Rennen über 100 Meter Hürden der Frauen schraubte die US-Amerikanerin Rayniah Jones den Meeting-Rekord auf 12,64 Sekunden und gewann vor der Ungarin Anna Toth (12,79 sec). Einen perfekten Einstieg in ihre Sommersaison legte Rosina Schneider (TV Sulz) als Dritte hin. In 12,87 Sekunden blieb die 21-Jährige auf Anhieb zwei Hundertstel unter ihrer Bestzeit und eine Hundertstel unter der EM-Norm (12,88 sec). Als Vierte unterbot erstmals in ihrer Karriere die ebenfalls erst 21-jährige Lia Flotow (1. LAV Rostock; 12,97 sec) die 13,00-Sekunden vor der Siebten der Hallen-WM Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen; 13,01 sec) und der Deutschen Meisterin Ricarda Lobe (MTG Mannheim; 13,07 sec).
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Über 400 Meter der Frauen waren es die Siegerin und Hallenweltmeisterin mit der Staffel Paris Peoples (USA; 50,93 sec) und die Britin Nicole Yeargin (51,24 sec), die Deutschlands beste Athletinnen über die Stadionrunde zu schnellen Zeiten zogen. Allen voran die Deutsche Freiluft-Meisterin Skadi Schier (SCC Berlin), die ihre knapp drei Jahre alte Bestzeit als Dritte um zwei Zehntel auf 51,63 Sekunden steigerte. Ganz knapp dahinter folgte die Deutsche Hallenmeisterin Johanna Martin (1. LAV Rostock; 51,67 sec) vor Langhürdenspezialistin Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg; 52,13 sec).
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Im Diskuswerfen der Männer wiederholte der Olympia-Dritte Matthew Denny (Australien; 67,76 m) seinen Vorjahressieg. Dahinter musste der Chinese Abuduaini Tuergong noch einmal zittern, ob seine 66,39 Meter aus Durchgang eins für den zweiten Platz reichen würden. Denn Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) fand immer besser in den Wettkampf und schleuderte die Zwei-Kilo-Scheibe im vierten Versuch ebenfalls deutlich über die 66-Meter-Marke. Gemessen wurden schließlich 66,36 Meter, die Rang drei bedeuteten. Henrik Janssen (SC Magdeburg) belegte mit 65,99 Metern Rang vier.
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Quer durch das Heinz-Steyer-Stadion flogen auch 7,26-Kilogramm Wurfgeräte. Die Fliehkräfte der Hämmer am besten beherrschte an diesem Nachmittag Vizeweltmeister Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt). Der 24-Jährige erzielte die Tagesbestweite von 76,90 Metern gleich im ersten Durchgang. Dieser Weite am nächsten kamen der Tscheche Volodymyr Myslyvcuk (75,95 m) und Armin Szabados (Ungarn; 75,27 m).
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Einen weiteren DLV-Sieg landete Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) im Stabhochsprung. Bis einschließlich 5,70 Meter meisterte der 27-Jährige alle Höhen im ersten Anlauf. Erst die EM-Norm von 5,82 Meter war dann zu hoch, genauso wie für den zweitplatzierten Niederländer Menno Vloon und den drittplatzierten Türken Ersu Sasma. Die beiden schafften ebenfalls 5,70 Meter, leisteten sich vorher aber Fehlversuche.
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Nach seinem unglücklichen Sturz und Handbruch bei einem Rennen in Australien meldete sich Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) fit zurück auf der Bahn. Über 1.000 Meter fehlte dem 28-Jährigen in 2:17,17 Minuten nur eine Zehntel zum Sieg. Knapp die Brust vorn hatte der Pole Bartosz Kitlinski (2:17,07 min).
  
 
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Aktuelle Version vom 2. Juni 2026, 09:50 Uhr

Goldenes Oval 2026
Logo des Goldenen Ovals
DSC-Leichtathletik-Wettkämpfe
Goldenes Oval

Das 9. Goldene Oval 2025 wurde am Sonntag, den 31. Mai 2026 ab 13:50 Uhr vom Deutschen Leichtathletik-Verband mit ehrenamtlicher Unterstützung des Dresdner SC im Heinz-Steyer-Stadion im Sportpark Ostragehege in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden ausgerichtet.

Vorbericht[Bearbeiten]

Olympiasieger, Weltmeister, Europameister und Rekordjäger aus aller Welt kommen am 31. Mai 2026 nach Dresden: Athletinnen und Athleten aus 40 Ländern starten beim Goldenen Oval und wollen die große Bühne gegen starke deutsche Konkurrenz für Top-Leistungen nutzen.

Am 31. Mai steigt mit dem Goldenen Oval in Dresden das erste große Highlight des Leichtathletik-Sommers. Zahlreiche deutsche Asse unterziehen sich im Heinz-Steyer-Stadion dem ersten Härtetest in der EM-Saison. Mit dabei sind die Olympiasiegerinnen Malaika Mihambo (LG Kurpfalz; Weitsprung), Kugelstoßerin Yemisi Mabry (geborene Ogunleye; MTG Mannheim), Sprint-Königin Gina Lückenkemper (SCC Berlin), Diskuswurf-Durchstarter Steven Richter (LV 90 Erzgebirge), Hammerwurf-Vizeweltmeister Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt) und natürlich Lokalmatador Karl Bebendorf (Dresdner SC; 2.000 m Hindernis).

In Dresden müssen sich die deutschen Stars gegen internationale Asse aus 40 Ländern behaupten. So greifen neben Merlin Hummel (PB: 82,77 m) drei weitere 80-Meter-Hammerwerfer zu ihrem Arbeitsgerät. Am Start ist unter anderem Tokio-Olympiasieger Wojciech Nowicki (Polen; PB: 82,52 m). Der amtierende – und insgesamt dreimalige – Europameister will pünktlich vor der EM wieder zur Bestform auflaufen. Auch Volodymyr Myslyvcuk (Tschechien; PB: 80,69 m) und Armin Szabados (Ungarn; PB: 80,95 m) zählen zum elitären 80-Meter-Klub.

Prestigeträchtige Marken in ihrer Disziplin haben auch bereits die Kugelstoßerinnen Maggie Ewen (USA; PB: 20,45 m) und Auriol Dongmo (Portugal; PB: 20,43 m) übertroffen. Gleiches gilt für Weitspringerin Ackelia Smith (Jamaika; 7,08 m). Das Trio fordert die deutschen Olympiasiegerinnen Yemisi Mabry und Malaika Mihambo, während 100-Meter-Sprinterin Maia McCoy (USA; PB: 10,96 sec) sich im Rennen gegen Gina Lückenkemper durchsetzen will.

Mit Paris Peoples (USA) startet eine frischgebackene Staffel-Weltmeisterin in Dresden. Die 400-Meter-Sprinterin siegte bei den World Relays in Botswana mit dem Mixed-Team der USA und peilt im Heinz-Steyer-Stadion den Sieg an. Die deutsche Langsprint-Elite um Johanna Martin (1. LAV Rostock), Jana Lakner (LG Telis Finanz Regensburg), Skadi Schier (SCC Berlin) und Elisa Lechleitner (LAZ Ludwigsburg) möchte sich im Windschatten der US-Sprinterin so teuer wie möglich verkaufen.

Mit Menno Vloon ist ein echter Höhenjäger am 31. Mai in Dresden im Anflug. Der amtierende Hallen-Europameister im Stabhochsprung kratzt mit einer Bestleistung von 5,96 Metern schon an der Sechs-Meter-Marke. Nur vier Zentimeter weniger hat Ersu Sasma (Türkei; PB: 5,92 m) zu Buche stehen. Hoch hinaus möchte natürlich auch das deutsche Duo Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics; PB: 5,90 m) und Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen; PB: 5,86 m). Ein echtes Highlight bietet Dresden mit dem Duell der Diskus-Giganten: Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) trifft auf den Australier Matthew Denny. Beide haben in diesem Jahr schon 74-Meter-Weiten erzielt und kratzten damit am Weltrekord. Dazu kommen mit Mika Sosna (TSG Bergedorf), Lawrence Okoye (Großbritannien) und Lolassonn Djouhan (Frankreich) drei weitere 70-Meter-Werfer. Damit startet beim Goldenen Oval ein Diskus-Feld der Extraklasse.

Wettbewerbe[Bearbeiten]

  • Männer: 100m, 1000m, 400m Hürden, 2000m Hindernislauf, Diskuswurf, Stabhochsprung, Hammerwurf
  • Frauen: 100m, 400m, 800m, 100m Hürden, Kugelstoß, Weitsprung

Stadionplan[Bearbeiten]

Bericht[Bearbeiten]

Mit einer deutschen Bestleistung über 2.000 Meter Hindernis und einer Flugshow im Weitsprung haben Lokalmatador Karl Bebendorf und Weitspringerin Malaika Mihambo am Sonntag für Höhepunkte beim Goldenen Oval in Dresden gesorgt. Acht Disziplinen endeten im mit 10.000 Zuschauern ausverkauften Heinz-Steyer-Stadion mit einem DLV-Sieg und sieben mit neuen Meeting-Rekorden. Für internationale Top-Leistungen sorgten die Sprintsiegerinnen mit und ohne Hürden und Diskus-Ass Matthew Denny.

Das malerische und mit 10.000 Zuschauern ausverkaufte Heinz-Steyer-Stadion in Dresden ist am Sonntag wieder eine perfekte Kulisse für einen stimmungsvolles Leichtathletik-Spektakel gewesen. Und viele DLV-Stars und ihre starke internationale Konkurrenz nutzten diese Bühne beim Goldenen Oval für hochkarätige Leistungen.

Sportlich zu Hause auf der Dresdner Bahn ist Hindernis-Spezialist Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898), der bei seinem Zieleinlauf über 2.000 Meter Hindernis allen Grund hatte, seinen Jubel herauszuschreien und das Publikum von den Sitzen riss. Von Pacemaker und WM-Finalist Niklas Buchholz (Franconia Athletics) auf den ersten 1.500 Metern perfekt auf Kurs gebracht, legte der EM-Dritte eine starke Schlussrunde hin, blieb in 5:18,29 Minuten deutlich unter seiner Deutschen Bestzeit (5:20,03 min) aus dem Vorjahr und wurde vom ganzen Stadion gefeiert.

"Ich bin wieder zurück und da, wo ich letztes Jahr in Dresden aufgehört habe. Das war wie eine Befreiung für mich und ein unglaublich geiles Gefühl. Es war das, was man sich wünscht, vor heimischer Kulisse performen zu können. Obwohl ich für das Diamond League Meeting heute Abend eine Einladung hatte, stand nie zur Debatte, mich gegen das Goldene Oval zu entscheiden. Nichts kann mich dazu bringen, bei diesem Meeting hier nicht zu laufen", sagte Karl Bebendorf nach seinem erneuten Rekordlauf.

Von der Stimmung begeistert war auch Jan Donhauser, Erster Bürgermeister von Dresden. "Ausverkauftes Stadion, grandiose Athletinnen und Athleten sowie eine weltweite TV-Präsenz für Dresden: Der DLV hat alles richtig gemacht, denn mit dem Goldenen Oval haben wir wieder ein Weltklasse-Leichtathletik-Meeting in Sachsen. Wir möchten die Zusammenarbeit fortsetzen, damit die Sport-Fans wieder ein so tolles Leichtathletikfest erleben können," erklärte er. Auch der nächste Termin des Meetings steht schon fest. Das Goldene Oval 2027 ist für den 30. Mai geplant.

Wieder einmal etwas Geduld benötigten Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) und das Publikum im Weitsprung der Frauen. Für die Olympiasiegerin von 2021 ging erst erst nach drei Fehlversuchen so richtig los. Mit 6,72 Metern übernahm die zweimalige Weltmeisterin im vierten Durchgang die Führung und legte in ihrem folgenden Sprung 6,87 Meter nach. Das war, na klar, Meeting-Rekord. Schon eine Woche zuvor in Rehlingen war die 32-Jährige 6,82 Meter weit gesprungen. Stärker in eine Saison gestartet ist sie zuletzt 2022. Die Jamaikanerin Ackelia Smith (6,54 m) wurde Zweite vor Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen; 6,52 m).

Auch im Kugelstoßen überzeugte eine Olympiasiegerin aus den Reihen des DLV. Yemisi Mabry (geborene Ogunleye, MTG Mannheim) nutzte die Unterstützung der Fans für ihre ersten 19-Meter-Versuche des Sommers. Als die 27-Jährige zum zweiten Mal in den Ring trat, flog ihre Kugel auf 19,16 Meter, zum Abschluss legte sie noch einmal fünf Zentimeter drauf (19,21 m) und siegte ungefährdet vor der Schwedin Fanny Roos (18,73 m) und Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge; 18,48 m). "Die Stimmung war total toll, allein als wir vorgestellt wurden, sind die Leute auf den Rängen ausgeflippt und haben sich total gefreut, uns zu sehen. Das ist ein wertschätzendes Gefühl für uns Athletinnen und Athleten und pusht uns natürlich auch für den Wettkampf", bilanzierte Yemisi Mabry.

In weiteren Disziplinen purzelten die Meeting-Rekorde geradezu. Dafür sorgte zum Beispiel Langhürdler Emil Agyekum (SCC Berlin). Schon im vergangenen Jahr hatte der 27-Jährige einen überaus erfolgreichen Sommer mit einem Meeting-Rekord (48,36 sec) in Dresden begonnen und letztlich mit seinen ersten Zeiten unter 48 Sekunden (47,83 sec; 47,98 sec) und Rang sechs bei der WM in Tokio (Japan) gekrönt. Diesen Sommer mit der EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) als Höhepunkt eröffnete der Vorjahressieger mit einer von ihm bekannt starken zweiten Rennhälfte und der Steigerung des Meeting-Rekords auf 48,23 Sekunden. Damit blieb er auch gleich wieder unter der EM-Norm (49,00 sec). Matic Ian Guček (Slowakei; 48,49 sec) und Bassem Hemeida (Katar; 48,77 sec) komplettierten das Podium.

Ein bärenstarkes Rennen legte auch Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt) über 800 Meter der Frauen hin. 300 Meter vor Schluss beschleunigte die Deutsche Meisterin, setzte sich eingangs der Zielkurve an die Spitze und gab die Führung nicht mehr aus der Hand. In 2:00,02 Minuten fehlten nur drei Hundertstel zur Zwei-Minuten-Grenze und eine Sekunde zur Bestzeit. Ihre zweitschnellste Zeit der Karriere bedeutete neben dem Sieg aber auch Meeting-Rekord. Mit Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler; 2:00,67) ging auch der zweite Rang an eine DLV-Athletin vor der Kanadierin Maeliss Trapeau (2:00,76 min).

Von zwei Fehlstarts im 100-Meter-Finale der Männer ließ sich Yannick Wolf (Munich Athletics) nicht aus seiner Konzentration bringen. Nach einem starken Start zog der Deutsche Meister von 2023 sein Rennen knallhart durch und war in 10,13 Sekunden nicht zu schlagen. Seine Saisonbestzeit drückte der 26-Jährige um zwei Hundertstel und stellte ebenfalls einen Meeting-Rekord auf. Zweiter wurde der Kubaner Jenns Fernandez (10,18 sec) vor dem Portugiesen Delvis Santos (10,25 sec).

Über 100 Meter der Frauen zog Sade McCreath ihrer Konkurrenz davon. Bei ihrem Sieg sorgte sie mit 11,06 Sekunden für den nächsten Meeting-Rekord. Gina Lückenkemper (SCC Berlin) sprintete als Zweite zu einer Saisonbestleistung von 11,23 Sekunden vor der Italienerin Gloria Hooper (11,25 sec) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar; 11,26 sec), die im Vorlauf in 11,22 Sekunden etwas schneller unterwegs war.

Im Rennen über 100 Meter Hürden der Frauen schraubte die US-Amerikanerin Rayniah Jones den Meeting-Rekord auf 12,64 Sekunden und gewann vor der Ungarin Anna Toth (12,79 sec). Einen perfekten Einstieg in ihre Sommersaison legte Rosina Schneider (TV Sulz) als Dritte hin. In 12,87 Sekunden blieb die 21-Jährige auf Anhieb zwei Hundertstel unter ihrer Bestzeit und eine Hundertstel unter der EM-Norm (12,88 sec). Als Vierte unterbot erstmals in ihrer Karriere die ebenfalls erst 21-jährige Lia Flotow (1. LAV Rostock; 12,97 sec) die 13,00-Sekunden vor der Siebten der Hallen-WM Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen; 13,01 sec) und der Deutschen Meisterin Ricarda Lobe (MTG Mannheim; 13,07 sec).

Über 400 Meter der Frauen waren es die Siegerin und Hallenweltmeisterin mit der Staffel Paris Peoples (USA; 50,93 sec) und die Britin Nicole Yeargin (51,24 sec), die Deutschlands beste Athletinnen über die Stadionrunde zu schnellen Zeiten zogen. Allen voran die Deutsche Freiluft-Meisterin Skadi Schier (SCC Berlin), die ihre knapp drei Jahre alte Bestzeit als Dritte um zwei Zehntel auf 51,63 Sekunden steigerte. Ganz knapp dahinter folgte die Deutsche Hallenmeisterin Johanna Martin (1. LAV Rostock; 51,67 sec) vor Langhürdenspezialistin Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg; 52,13 sec).

Im Diskuswerfen der Männer wiederholte der Olympia-Dritte Matthew Denny (Australien; 67,76 m) seinen Vorjahressieg. Dahinter musste der Chinese Abuduaini Tuergong noch einmal zittern, ob seine 66,39 Meter aus Durchgang eins für den zweiten Platz reichen würden. Denn Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) fand immer besser in den Wettkampf und schleuderte die Zwei-Kilo-Scheibe im vierten Versuch ebenfalls deutlich über die 66-Meter-Marke. Gemessen wurden schließlich 66,36 Meter, die Rang drei bedeuteten. Henrik Janssen (SC Magdeburg) belegte mit 65,99 Metern Rang vier.

Quer durch das Heinz-Steyer-Stadion flogen auch 7,26-Kilogramm Wurfgeräte. Die Fliehkräfte der Hämmer am besten beherrschte an diesem Nachmittag Vizeweltmeister Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt). Der 24-Jährige erzielte die Tagesbestweite von 76,90 Metern gleich im ersten Durchgang. Dieser Weite am nächsten kamen der Tscheche Volodymyr Myslyvcuk (75,95 m) und Armin Szabados (Ungarn; 75,27 m).

Einen weiteren DLV-Sieg landete Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) im Stabhochsprung. Bis einschließlich 5,70 Meter meisterte der 27-Jährige alle Höhen im ersten Anlauf. Erst die EM-Norm von 5,82 Meter war dann zu hoch, genauso wie für den zweitplatzierten Niederländer Menno Vloon und den drittplatzierten Türken Ersu Sasma. Die beiden schafften ebenfalls 5,70 Meter, leisteten sich vorher aber Fehlversuche.

Nach seinem unglücklichen Sturz und Handbruch bei einem Rennen in Australien meldete sich Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) fit zurück auf der Bahn. Über 1.000 Meter fehlte dem 28-Jährigen in 2:17,17 Minuten nur eine Zehntel zum Sieg. Knapp die Brust vorn hatte der Pole Bartosz Kitlinski (2:17,07 min).

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