DSC – SV Lipsia 93 Leipzig (06.06.2026)
Im drittletzten Spiel der Saison 2025/2026 in der Landesliga Sachsen empfing der DSC den traditionsreichen SV Lipsia 93 Leipzig.
Vier Absteiger wird es in dieser Saison aus der Landesliga geben und unser DSC war noch mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei stand am Samstag das wohl wichtigste Spiel an, wenn der SV Lipsia 93 Leipzig zu Gast im Ostragehege war. Um 15 Uhr ertönte der Anpfiff auf Platz 6. Das Spiel stand unter der Leitung von Christopher Gentz mit seinen Assistenten Philipp Jacob und Niklas Steinhardt.
Die Leipziger standen in der Tabelle mit 21 Punkten auf Rang 13. Mit einem Sieg würde der DSC den Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen und damit einen wichtigen Schritt machen. Als Aufsteiger holte Lipsia bisher fünf Siege und sechs Unentschieden, 16 Partien gingen verloren. 35 Tore erzielten die Eutritzscher und damit drei mehr als die Rothemden. Allerdings kassierten die Gäste auch fünf Gegentreffer mehr.
In der Rückrunde kam die Mannschaft von Dirk Havel nach acht Zählern in der Hinserie bisher auf 13 Punkte und damit drei mehr als die Friedrichstädter. Dabei war vor allem der Start ins Jahr 2026 mit 13 Punkten aus sechs Spielen erfolgreich. Seit fünf Spielen konnte jedoch nicht mehr gepunktet werden, wobei die Gegner auch alle aus der oberen Tabellenhälfte kamen. Bester Torschütze des SV Lipsia war Milan Havel mit elf Treffern.
Im Hinspiel war der DSC bei schwierigen Platzverhältnissen vor allem in der ersten Halbzeit spielbestimmend, konnte aber die sich bietenden Chancen nicht nutzen. In der 28. Minute brachte Maximilian Stöckmann die Hausherren überraschend in Führung. Den Schwarz-Roten gelang nur sechs Minuten später der 1:1-Ausgleich. Doch dabei blieb es bis zum Ende.
Inhaltsverzeichnis
Spielstatistik[Bearbeiten]
| Begegnung | |
| Ergebnis | 2:3 (2:0) |
| Datum | Samstag, 6. Juni 2026 15:00 Uhr |
| Wettbewerb | Landesliga Sachsen 28. Spieltag 2025/2026 |
| Sportstätte | Platz 6 im Sportpark Ostragehege in Dresden 213 Zuschauer |
| Schiedsrichter | Christopher Gentz (Pirna, SC Freital) Assistenten: Philipp Jacob (Pirna, SV Wesenitztal), Niklas Steinhardt (Freital, SG Wurgwitz) |
| Dresdner SC | |
| SV Lipsia 93 Leipzig | |
| Tore | |
| Gelbe Karten |
Spielbericht[Bearbeiten]
Mit einer bitteren 2:3-Niederlage gegen den direkten Abstiegskonkurrenten SV Lipsia 93 Leipzig verpasste der DSC eine große Chance im Abstiegskampf. Dabei hatten die Friedrichstädter das Spiel zunächst im Griff und gingen sogar mit einer 2:0-Führung in die Pause. Doch drei Gegentore innerhalb von neun Minuten – darunter zwei Elfmeter – drehten die Partie komplett. Der Abstiegskampf ist damit wieder völlig offen.
Trainer André Heinisch setzte auf dieselbe Startelf wie zuletzt beim 1:1 in Riesa. Der DSC begann konzentriert und kam früh zur Führung. Long Nguyen fing einen Ball ab und spielte ihn direkt auf die linke Bahn zu Robert Roch, der sich gegen zwei Abwehrspieler durchsetzte und den Ball zum 1:0 ins Tor hämmerte (8.). Doch Lipsia fand zusehends besser in die Partie. Marius Kuhl musste bereits früh per Fußabwehr klären und nach einem Freistoß der Gäste hielt er einen Kopfball von Maximilian Stöckmann stark (26.). Die Gäste blieben gefährlicher, der Ausgleich lag fast in der Luft. Eine Lipsia-Flanke fand einen Kopf – doch der Abnehmer traf nicht das Ziel. Der folgende Konter über Farai Elmadbouk wurde geblockt. Emilio Rau versuchte es auf der linken Seite aus spitzem Winkel. Der Torwart hielt und der Nachschuss von Pascal Schickor ging darüber. Direkt vor dem Pausenpfiff fiel dann das 2:0 aus DSC-Sicht glücklich: Über rechts kombinierten Timon Weigel und Elmadbouk. Kurz tauchte Marcelo Goncalves Franco auf, doch der Ball kam zurück zu Weigel, der aus kurzer Distanz volley abzog und unhaltbar zum 2:0 traf (45. + 2).
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten – beide Mannschaften ließen defensiv viel Raum. Elmadbouk zog über rechts, der Ball kam zu Roch, der ihn jedoch nicht richtig traf. Auf der anderen Seite brach Milan Havel per Konter durch, war schneller als Nguyen, doch Kuhl parierte den schwachen Abschluss mit dem Fuß. Emilio Rau zog über links durch und legte quer vor das Tor, doch niemand kam heran. Ein Kopfball der Gäste ging darüber. Dann die große DSC-Chance: Elmadbouk lief nach einem langen Ball von Nguyen allein auf das Tor zu – traf aber nur den Pfosten (58.). Wenig später fiel das 2:1: Florian Schilling chippte den Ball hinter die DSC-Abwehr, Yurii Dimitriiev schaltete am schnellsten und schob an Kuhl vorbei ins Tor (61.).
Es kam noch schlimmer: Infolge eines umstrittenen Handspiels von Benno Sternhagen an der äußeren Strafraumgrenze gab der Schiedsrichter Handelfmeter – Kuhl war zwar dran, der Ball sprang aber trotzdem ins Tor, 2:2 (66.). Nur vier Minuten später verursachte Elmadbouk mit leichtem Kontakt an seinem Gegenspieler einen Foulelfmeter, den die Gäste sicher verwandeln – 2:3 (70.). In der Schlussphase warf der DSC alles nach vorne. Eine Flanke von Elmadbouk in Richtung langes Eck rettete Lipsia-Torwart Patrick Baum mit den Fingerspitzen. Einen Konter über Havel vereitelten die Rothemden in höchster Not. Auch in der Nachspielzeit belohnte sich der DSC trotz Dauerdruck nicht mehr. Es bleibt bei der bitteren 2:3-Niederlage.
Eine absolut unnötige Niederlage – aus einer komfortablen 2:0-Führung wurde am Ende nichts. Der Abstiegskampf ist damit wieder komplett offen. Nun zählt jeder Punkt: Bereits am Mittwoch empfangen die Schwarz-Roten den SC Borea Dresden zum Derby im DSC-Stadion – Anpfiff ist um 19:30 Uhr. Mit aller Kraft und lautstarker Untersützung der eigenen Fans muss hier ein Sieg her! Denn immerhin hat es der Sport-Club noch selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu erreichen.
Stimme[Bearbeiten]
André Heinisch: "Die ersten 20 Minuten waren gut, dann stimmte die Körpersprache nicht mehr. Dennoch gehen wir mit einem 2:0 in die Kabine. Aber es wurde nicht besser. Lipsia hat es gut gemacht und wir schlecht verteidigt. Nun wird es sehr schwer, aber wir haben es noch in der eigenen Hand."