BSG Stahl Riesa – DSC (12.09.2026)
Im dritten Auswärtsspiel der Saison 2026/2027 in der Landesliga Sachsen trat der DSC bei der traditionsreichen BSG Stahl Riesa im Landkreis Meißen an.
Nach vier Spielen stand der DSC mit null Punkten am Tabellenende der Landesliga. Am Samstag ging es zur BSG Stahl Riesa, die derzeit den 8. Platz belegte. Um 14 Uhr wurde das Spiel von Fabien Schlecht angepfiffen. Ihm assistierten Richard Bachmann und Julius Wetzel.
Mit einer ausgeglichenen Bilanz von einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage waren die Riesaer in die Saison gestartet. Am vergangenen Samstag setzte die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe allerdings ein Ausrufezeichen und siegte im Landespokal beim noch ungeschlagenen SV Tapfer 06 Leipzig mit 0:6. Die beiden Neuzugänge Ben Schmidt und Leon Scholze trafen jeweils doppelt.
In die Liga war die Stahl-Elf mit einer 0:1-Niederlage beim SC Borea Dresden gestartet, siegte aber eine Woche später zu Hause gegen den Aufsteiger FSV 1990 Neusalza-Spremberg klar mit 4:0. Am dritten Spieltag gab es bei der SG Handwerk Rabenstein ein 1:1-Unentschieden.
Gegen die Riesaer zeigte der DSC in bisher fünf Partien seit dem Aufstieg vier gute Leistungen. Einzig das Heimspiel in der vergangenen Saison ging mit 0:3 klar verloren. In Riesa gab es nach starker Leistung beim 1:1 eine unglückliche Punkteteilung. Timon Weigel hatte den DSC in Führung gebracht, doch ein unglückliches Eigentor von Long Nguyen sorgte für den Endstand.
Inhaltsverzeichnis
Spielstatistik
| Begegnung | |
| Ergebnis | 11:0 (7:0) |
| Datum | Samstag, 12. September 2026 14:00 Uhr |
| Wettbewerb | Landesliga Sachsen 4. Spieltag 2026/2027 |
| Sportstätte | Feralpi-Arena in Riesa 256 Zuschauer (darunter ca. 35 DSCer) |
| Schiedsrichter | Fabien Schlecht (Leipzig, TuS Leutzsch 1990) Assistenten: Richard Bachmann (Frohburg, SG Gnandstein 49), Julius Wetzel (Leipzig, SV Schleußig 1990) |
| BSG Stahl Riesa | 25 Christopher Hauswald – 4 Vincent Zaruba, 24 Marlon Kost (3 Justin Seher, 46.), 12 Robby Golzsch – 5 Georg Liesch (8 Nic Heuer, 46.), 37 Richie Melzer (11 Vladyslav Skala, 46.), 20 Marcel Fricke (22 Franz Fischer, 48.), 31 Paul Kant ©, 2 Dennis Leonhardt – 17 Leon Scholze, 19 Ben Schmidt – Nicht eingesetzt: 1 Richard Reichel, 94 Jaroslav Benda Trainer: Daniel Wohllebe Co-Trainer: Robin Brand, Gillian Köhler Betreuer: Dietmar Strauch |
| Dresdner SC | 1 Marius Kuhl – 19 Farai Elmadbouk, 5 Long Nguyen ©, 22 Alexander Sattler (20 Emil Günther, 48.), 73 Pascal Schickor (25 Thomas Hönle, 46.), 11 Emilio Rau – 74 Maxim Lehmann, 6 Julius Nitzsche (7 Marvin Longoria Peña, 37.), 77 Marcelo Goncalves Franco (27 Constantin Mann, 37.) – 9 Moritz Mann (17 Kevin Groth, 64.), 55 Timon Weigel – Nicht eingesetzt: 76 Richard Beulke Trainer: André Heinisch Co-Trainer: Adib Al Akied, Christopher Kürth Betreuerin: Doreen Hartmann |
| Tore | |
| Gelbe Karte |
Spielbericht
Das war sie nun: die mit großem Abstand höchste Punktspielniederlage des Dresdner SC und seiner Vorgängervereine aller Zeiten. Ebenso die generell höchste DSC-Niederlage aller Zeiten zusammen mit der 11:0-Niederlage der BSG Sachsenverlag Dresden bei der BSG Märkische Volksstimme Babelsberg im Viertelfinale des FDGB-Pokals am 26. August 1950. Bisherige Rekord-Punktspielniederlage war das 8:0 beim SV Einheit Kamenz am 23. September 2006. Und die Antwort auf diese einzigartige, größte Blamage in 136 Jahren kann eigentlich nur lauten: Trainer raus! Sofort!
Nach einer katastrophalen Leistung verlor der DSC auch in dieser Höhe verdient mit 11:0 bei der BSG Stahl Riesa. Leon Scholze traf viermal, darunter ein lupenreiner Hattrick. Ben Schmidt steuerte drei Treffer bei. Die Schwarz-Roten blieben weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz und stellten mit Abstand die schlechteste Defensive der Liga – 25 Gegentore in fünf Partien.
Die Rothemden mussten auf den erkrankten Niclas Kubitz verzichten. Dafür rückte Long Nguyen nach überstandener Verletzung wieder in die Verteidigung. Julius Nitzsche und Moritz Mann ersetzten die fehlenden Spieler Torik Schütze und Kevin Urbanek. Beim Tabellenachten kamen die Friedrichstädter gut in die Partie und waren in den ersten Minuten bissig. Farai Elmadbouk hatte mit einem Schuss neben das Tor die erste Möglichkeit. Auf der anderen Seite verbuchten die Riesaer nach sechs Minuten die erste Torannäherung. Einen weiteren guten Angriff konnte Ben Schmidt abschließen, der Ball ging jedoch knapp über das Tor. In der 14. Minute nahm das Elend dann aber seinen Lauf: Einen Angriff über die rechte Seite konnte ein Riesaer im Strafraum abschließen, traf aber nur den linken Pfosten. Der einzige, der nachsetzte, war Marcel Fricke, der unbedrängt zum 1:0 einschieben konnte. Nur vier Minuten später spielte Marcelo Goncalves Franco einen Rückpass direkt in die Beine von Leon Scholze, der unbedrängt auf 2:0 erhöhte.
Eine weitere Großchance der Hausherren konnte DSC-Torwart Marius Kuhl abwehren, doch in der 24. Minute fiel das dritte Tor: Dennis Leonhardt setzte sich auf links bis zur Grundlinie durch und passte vor das Tor. Keiner konnte klären und am langen Pfosten stand Scholze richtig und machte das 3:0. Kurz darauf machte der Stürmer seinen Hattrick perfekt, indem er vor dem Tor zu viel Platz hatte und den Ball erneut einschob. Direkt nach dem Wiederanstoß lag der Ball erneut im Tor: Die Riesaer eroberten den Ball und gingen im Zwei-gegen-Eins auf Kuhl zu. Schmidt erhöhte auf 5:0. Und die Gastgeber hatten noch lange nicht genug. Nach einem Ball auf die linke Seite war Paul Kant frei durch und lupfte den Ball zum sechsten Treffer ins Tor. In der 37. Minute wechselte der DSC doppelt, doch am Spielverlauf änderte sich nicht viel. Alexander Sattler verbuchte zwei Abschlüsse, auf der anderen Seite fiel in der Nachspielzeit aber das 7:0. Scholze nahm nach einem Pass in die Spitze den Ball mit der Hand mit und schob zum Halbzeitstand ein.
Immerhin zwei Minuten hielt das Ergebnis in der zweiten Halbzeit, bevor Leonhardt den Ball zum 8:0 ins lange Eck versenkte. In der 51. Minute erhöhte der eingewechselte Nic Heuer nach einem Pass von rechts auf 9:0. Im Anschluss traten auch die Dresdner mal wieder offensiv in Erscheinung: Der Angriff über Moritz Mann wurde jedoch abgewehrt. Eine DSC-Ecke konnte BSG-Torwart Christopher Hauswald aus dem Strafraum fausten. Im Anschluss ging es für die Stahl-Elf erneut über rechts nach vorne. Der Ball wurde zu Schmidt zurückgelegt, der aus 14 Metern das Ergebnis zweistellig gestaltete. Im Anschluss verflachte das Spiel etwas, bevor sich Hauswald in der 70. Minute auch mal strecken musste. Doch der Stahl-Torwart fischte den Schuss von Timon Weigel aus der Luft.
Auf der Gegenseite setzte sich Schmidt auf rechts gut durch, schoss den Ball aus spitzem Winkel aber am langen Pfosten vorbei. Für den DSC hatte Marvin Longoria Peña noch eine Möglichkeit, der Ball ging jedoch klar übers Tor. Kurz darauf ging Scholze alleine durch, schoss aber freistehend über das Tor. In der 81. Minute fiel dann jedoch der elfte Treffer: Eine Flanke von Scholze von rechts köpfte Schmidt aufs Tor. Kuhl war zwar noch am Ball, konnte das 11:0 aber nicht verhindern. Die letzte Möglichkeit der Gastgeber konnte der DSC zur Ecke abwehren, bevor Schiedsrichter Fabien Schlecht ein Einsehen hatte und das Spiel überpünktlich abpfiff.
Alles in allem eine katastrophale Leistung der Schwarz-Roten, die in allen Mannschaftsteilen den Riesaern klar unterlegen waren und verdient haushoch verloren. Am Montag in neun Tagen geht es in der Liga weiter. Dann kommt der SC Freital II ins DSC-Stadion.
Stimmen
André Heinisch: "Mir fehlen für so eine Vorstellung die Worte. Es kommt alles Negative zusammen. Training, Qualität, Fehler, Einstellung."
Daniel Wohllebe: "Trotz der elf Tore gibt es nur drei Punkte. Wir freuen uns natürlich, aber am Montag beginnt wieder der Alltag und die Vorbereitung auf das nächste Spiel."