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→1950er Jahre
Seine letzte Partie als Trainer von Hertha BSC/DSC hatte Helmut Schön, der zuvor verletzungsbedingt nur drei Punktspiele als Spieler absolvierte, am [[18. Februar]] [[1951]] beim 1:1 gegen den [[Berliner SV 1892]]. Als daraufhin Hertha die Buchstaben DSC wieder aus dem Namen gestrichen hatte, obwohl von den elf Exil-Dresdnern zeitweilig neun und nur zwei Berliner aufliefen, trennte man sich zum Saisonende im Sommer 1951. Die Spieler wechselten im Juli 1951 als eigenständige Fußballabteilung Dresdner SC zur [[TSG Heidelberg 1878]]. Am 30. April [[1952]] zum 54. Geburtstag des DSC machte sich der Dresdner SC in der TSG Heidelberg 1878 als [[Dresdner SC Heidelberg|Dresdner Sport-Club Heidelberg]] selbstständig. Im September 1952 schließlich wechselte die komplette Fußballabteilung der TSG Heidelberg 1878 zum Dresdner SC Heidelberg. Erst am [[28. Juni]] [[1968]], als schon lange keine Dresdner mehr in Heidelberg spielten, wurde aus dem DSC Heidelberg der heutige [[Heidelberger SC]]. Helmut Schön rückblickend im Jahre 1970: "In einer Verhandlung, die für einen späteren Zeitpunkt angesetzt war, wollte man mich offenbar wegen der Vorgänge im Spiel gegen Zwickau verurteilen, obwohl alle wußten, wer die eigentlichen Schuldigen waren. Im zertrümmerten Dresden war die sportkameradschaftliche Verbundenheit der Freunde vom Ostragehege der letzte Halt gewesen, der Heimat die Treue zu bewahren. Durch glückliche Umstände waren wir bei der Bombardierung am Leben geblieben, aber nun kam dieser letzte Schock, und der Weg mit meiner Familie konnte nur dorthin führen, wo der Sport von politischem Druck und staatlichem Zwang frei war. Unter diesen Umständen verließen wir zu Pfingsten 1950 unser geliebtes Dresden. Wenig später gingen auch die restlichen Mitglieder der Mannschaft nach Berlin und schlossen sich der ruhmreichen Hertha BSC an. Ich war davon überrascht und blieb bei meinen alten Kameraden, obwohl ich ein Angebot als Trainer in Westdeutschland hatte. Der neue Verein trug einige Zeit den Namen Hertha BSC/DSC, aber die Verhältnisse waren schließlich stärker als der Wille, zusammenzubleiben. Trotz vorbildlicher Betreuung seitens des Berliner Verbandes und redlicher Bemühungen von Hertha BSC kam nie eine rechte Ehe zustande. Unzufriedenheit mit der Wohnung und den Arbeitsplätzen führte schließlich zu einer neuen Trennung. Ich hatte meinen Weg nach Westdeutschland längst angetreten, als sich der Rest der Dresdner in Heidelberg niederließ, um dort den alten DSC wieder aufleben zu lassen. Was aber schon die Berliner Zeit bewiesen hatte, wurde hier von neuem bestätigt: Einen Club kann man nicht fern von seiner Heimat wiedererstehen lassen und zur Blüte bringen. Eine Mannschaft allein ist noch kein Verein, und wenn der DSC wieder zum großen Sport-Club werden möchte, kann das nur in seiner Heimatstadt Dresden geschehen."
Wie schon vor dem letzten Saisonspiel der SG Friedrichstadt mitgeteilt, sollte sich diese laut Staatsmacht der [[BSG VVB Tabak Dresden]] (gegründet am 1. Juli 1910 als [[FC SV 1910 Striesen und Laubegast]] durch Zusammenschluss von vier sogenannten wilden Vereinen aus Blasewitz, Laubegast, Striesen und Tolkewitz, ab Februar 1921 [[SSV 1910 Dresden]], kurze Zeit später [[Dresdner SV 1910]], im Mai 1933 von den Nazis verboten und aufgelöst, am 22. Juni 1945 neugegründet als [[SG Striesen]], 1948 bis 1949 [[ZSG Nagema Dresden]], ab 1952 [[BSG Empor Tabak Dresden]], am 27. Juni 1990 Rückbenennung in Dresdner SV 1910, dessen Fußballabteilung sich im Juni 1991 als [[SG Dresden-Striesen]], welche am 8. Januar 1991 gegründet wurde, selbstständig machte) anschließen. Tabak-Vereinsvorsitzender Otto Nagel, ehemaliger Spieler des Dresdner SV 1910, war aus historischen Gründen gegen die Verpflanzung. Dennoch bestritten die ehemaligen Spieler der SG Friedrichstadt zwischen dem [[30. April]] und dem [[727. Mai]] 1950 zum Saisonabschluss noch drei vier Freundschaftsspiele unter dem Namen BSG VVB Tabak Dresden bei einer Stadtauswahl [[Görlitz]] (1:6), gegen die [[BSG Einigkeit Spremberg]] (3:1) und , bei der [[SG Lauter]] (1:5)und gegen die [[ZSG Industrie Leipzig]] (3:1). Größtenteils am Pfingstsonntag, den [[28. In der Folge Mai]] 1950 flüchteten diese Spieler nach West-Berlin und die BSG VVB Tabak Dresden musste in der Landesklasse Sachsen verbleiben. Auch ein Versuch des ehemaligen DSC-Vorsitzenden [[Alwin Weinhold]], unterstützt von [[Herbert Haufe]] und [[Hans Zehrer]], die Friedrichstädter als [[Dresdner Sport-Centrum Eisenbahn]] unter der Trägerschaft der [[Deutsche Reichsbahn|Deutschen Reichsbahn]] spielen zu lassen, wurde von den Kommunisten im Keim erstickt.
Die verbliebenen Spieler der weiteren Fußballmannschaften, nahezu der komplette Nachwuchsbereich und einige Trainer der SG Friedrichstadt schlossen sich noch im April 1950 der [[SG Mickten]] (im Frühjahr 1901 gegründet als [[FC Bayern Dresden]], ab 1903 [[Dresdner FC Brandenburg]], im Juli 1919 Fusion mit dem [[FC Meteor Dresden]] zum [[Dresdner SV Brandenburg 1901]], am 30. November 1933 Zwangsfusion mit dem [[VfR Dresden]], gegründet am 4. April 1908, und dem [[SV Ring-Greiling 1902 Dresden]], von 1902 bis April 1915 [[Dresdner FC Fußballring]], danach bis zum 8. Februar 1930 [[Dresdner Fußballring 1902]], zu [[Dresdner Sportfreunde 01]], 1945 Lösung der Zwangsfusion und Gründung der [[SG Pieschen]] Ende Mai 1945 als traditioneller Nachfolger von [[ASV Dresden-Pieschen]], [[ATV Pieschen]] und VfR Dresden, Ende April 1946 Anschluss an die SG Mickten (gegründet am 30. Januar 1946 als traditioneller Nachfolger des Dresdner SV Brandenburg 1901), und der [[SG Neustadt-Mitte]] im Juli 1945 als traditioneller Nachfolger des SV Ring-Greiling 1902 Dresden, 1946 Fusion mit der [[SG Neustadt-Ost]], Nachfolger der [[Dresdner SG 1893]], zur [[SG Neustadt]], ab 1950 [[BSG Bau-Union Dresden-Süd]], ab 1952 [[BSG Aufbau Dresden-Mitte]], ab 4. Mai 1990 [[Sportfreunde 01 Dresden]], am 18. Mai 2001 Fusion mit dem [[SV Nord Dresden]], gegründet am 20. Juni 1990 und zuvor u. a. [[BSG Funkwerk Dresden]], [[BSG Motor Industriegelände Dresden]] und [[BSG Meßelektronik Dresden]], zu [[Sportfreunde 01 Dresden-Nord]]) an. Maßgeblich daran beteiligt war das Trainergespann [[Gerhard Schelle]] und [[Peter Hille]]. Da der Aufstieg der SG Mickten in die DS-Oberliga zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen war und Dresden nach dem Willen der politischen Machthaber einen Erstligisten haben sollte, wurde im Juni 1950 per Dekret die in der 1. Kreisklasse Dresden (5. Liga) spielende [[SV Deutsche Volkspolizei Dresden]] (am 2. Oktober 1921 gegründet als [[SG Dresdner Polizei]], ab dem 29. März 1928 [[VfL Dresdner Polizei]], am 22. März 1932 Fusion mit dem am 7. Dezember 1928 gegründeten [[Dresdner Polizei-Schwimmverein]] zum [[Polizei-SV Dresden]], ab dem 30. Oktober 1942 [[SG Ordnungspolizei Dresden]], 1945 verboten und aufgelöst, Anfang 1946 Neugründung als [[Volkspolizei-SG Dresden]], ab 20. Juni 1950 SV Deutsche Volkspolizei Dresden, ab 12. April 1953 [[SG Dynamo Dresden]], ab 28. Mai 1990 [[1. FC Dynamo Dresden]], seit 1. Juli 2007 wieder SG Dynamo Dresden) ins Oberhaus befördert. Zu diesem Zweck wurden am 28. Juli 1950 17 Spieler aus elf Städten nach Dresden delegiert.