Hallenturnier des TSV Stahl Riesa (29.12.2004): Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Am 29.12. tritt der Dresdner SC beim Silvester-Cup in Riesa an. Gespielt wird in der kleineren WM-Halle in Riesa, die bis zu 1000 Leute fast. | ||
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| + | Die Gruppen für das Turnier wurden schon ausgelost, in der Staffel A treffen der 1. FC Lok Leipzig, FC Stahl Brandenburg, SG Canitz und Tasmania Berlin aufeinander. In Staffel B spielt unser DSC gegen Fortuna Düsseldorf, SV Chemie Böhlen und den Gastgeber TSV Stahl Riesa. | ||
| + | Für die DSC-Fans wurden 50 Karten reserviert, diese sind am Turniertag vor Ort an den Kassen zu erwerben. Der Eintrittspreis beträgt etwa 6 Euro. | ||
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== Turnierstatistik == | == Turnierstatistik == | ||
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| + | Vorrunde: | ||
| + | I FC Stahl Brandenburg – SV Tasmania Berlin 0:4 | ||
| + | I 1. FC Lok Leipzig – SG Canitz 0:3 | ||
| + | II Fortuna Düsseldorf – Chemie Böhlen 2:1 | ||
| + | II TSV Stahl Riesa – Dresdner SC 6:1 | ||
| + | I FC Stahl Brandenburg – SG Canitz 1:2 | ||
| + | I 1. FC Lok Leipzig – SV Tasmania Berlin 0:5 | ||
| + | II Fortuna Düsseldorf – Dresdner SC 6:0 | ||
| + | II TSV Stahl Riesa – Chemie Böhlen 4:2 | ||
| + | I SV Tasmania Berlin – SG Canitz 6:2 | ||
| + | I 1. FC Lok Leipzig – FC Stahl Brandenburg 3:3 | ||
| + | II Dresdner SC – Chemie Böhlen 4:1 | ||
| + | I Fortuna Düsseldorf – TSV Stahl Riesa 1:2 | ||
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| + | Staffel I: | ||
| + | Pl. Verein Sp. S U N Tore Pkt. | ||
| + | 1. SV Tasmania Berlin 3 3 0 0 15: 2 9 | ||
| + | 2. SG Canitz 3 2 0 1 7: 7 6 | ||
| + | 3. Stahl Brandenburg 3 0 1 2 4: 9 1 | ||
| + | 4. 1. FC Lok Leipzig 3 0 1 2 3:11 1 | ||
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| + | Staffel II: | ||
| + | Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte | ||
| + | 1. TSV Stahl Riesa 3 3 0 0 12: 4 9 | ||
| + | 2. Fortuna Düsseldorf 3 2 0 1 9: 3 6 | ||
| + | 3. Dresdner SC 3 1 0 2 5:13 3 | ||
| + | 4. Chemie Böhlen 3 0 0 3 4:10 0 | ||
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| + | Halbfinale: | ||
| + | SV Tasmania Berlin – Fortuna Düsseldorf 5:2 | ||
| + | SG Canitz – TSV Stahl Riesa 2:1 n.V. (1:1) | ||
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| + | 9-Meter-Schießen um Platz 7: | ||
| + | 1. FC Lok Leipzig – Chemie Böhlen 2:4 | ||
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| + | 9-Meter-Schießen um Platz 5: | ||
| + | Stahl Brandenburg – Dresdner SC 4:2 | ||
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| + | Spiel um Platz 3: | ||
| + | Fortuna Düsseldorf – SG Canitz 8:6 n.E. (3:3) | ||
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| + | Finale: | ||
| + | Tasmania Berlin – TSV Stahl Riesa 3:2 | ||
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| + | Bester Torschütze: Mohra (Tasmania Berlin) – 6 Treffer | ||
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| + | Bester Torhüter: Förster (TSV Stahl Riesa) | ||
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| + | Bester Spieler: Rühle (SG Canitz) | ||
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| + | Zuschauer: 1.000 | ||
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| + | Torschützen Dresdner SC: Manuel Kahlig (2), Christoph Baum (1), Markus Grüninger (1), Christian Müller (1) | ||
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== Turnierbericht == | == Turnierbericht == | ||
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| + | Nach dem 4. Platz beim Hallenturnier in Freiberg folgte nur einen Tag später für den DSC der 8. Silvestercup in Riesa. Ein gut besetztes Turnier mit namhaften und traditionsreichen Mannschaften. Unter anderem waren Stahl Riesa, Fortuna Düsseldorf, Stahl Brandenburg und der 1. FC Lokomotive Leipzig am Start. Die Mannschaft des DSC wurde diesmal von Co-Trainer Uwe Helwig betreut, die Mannschaft im Vergleich zum Vortrag nur wenig verändert. Stefan Steglich fehlte verletzt, dafür waren Alexander Anoschkin und Markus Grüninger mit am Start. In Staffel zwei trafen die Schwarz-Roten auf den TSV Stahl Riesa, Fortuna Düsseldorf und Chemie Böhlen. Tasmania Berlin, Stahl Brandenburg, Lok Leipzig und die SG Canitz trafen in Staffel 1 aufeinander. | ||
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| + | Im ersten Spiel traf der DSC auf den TSV Stahl Riesa und nach kurzem Abtasten führte nach 2 Minuten Spielzeit Stahl Riesa mit 1:0. Ein Pass von Istvan Tuncsik prallte am Gegenspieler ab und flog ins Tor. Da aus Sicht des TSV aus der eigenen Hälfte erzielt, eigentlich ein irreguläres Tor, dennoch wurde es gegeben. Nach einem Einwurf des TSV Stahl Riesa setzte sich Markus Grüninger durch und traf zum 1:1 Ausgleich. Mit dem Anstoß erzielten die Riesaer erneut die Führung. Nur zwei Minuten später spielt Tuncsik einem Riesaer den Ball vor die Füße, Grüninger kann nicht entscheidend klären und der Ball landet zum 3:1 für Riesa im Tor. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit verbunden mit einigen Schubsern müssen Christian Müller und ein Riesaer für 2-Minuten das Feld verlassen. Mit einem Konter kann Riesa auf 4:1 erhöhen, Tuncsik hatte einen Schuß nur abprallen lassen können und Kahlig hatte den Ball nicht konsequent aus dem Strafraum geschlagen. Nach einem Ballverlust von Anoschkin ist Tuncsik gegen den TSV ohne Chance – 5:1. Das 6:1 eine Minute vor dem Ende resultierte aus einem Pfostenschuß des TSV, denn Kahlig schlug danach den Ball nicht weg und Riesa erzielte den Endstand. | ||
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| + | Nach dieser Niederlage mußte der DSC im zweiten Spiel punkten, um die Chance auf das Halbfinale zu wahren. Gegner die Fortuna aus Düsseldorf, die jedoch nur mit der zweiten Garnitur anwesend waren. In der 4. Minute können die Düsseldorfer nach einem Fehlpass von Tuncsik mit 1:0 in Führung gehen und diese in den nächsten zwei Minuten auf 3:0 erhöhen. Nach dieser Führung sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem 6 Minuten keine weiteren Tore fielen. Istvan Tuncsik wurde nach der Hälfte der Spielzeit auf dem Boden liegend attackiert und mußte verletzt das Spiel verlassen. Alexander Anoschkin übernahm nun für den Rest des Turniers die Position des Torhüters. Die letzten drei Minuten des Spiels konterten die Düsseldorfer den DSC aus und erhöhten bis zum Ende auf 6:0. Mit dieser Niederlage hatte der DSC die letzte Chance auf das Halbfinale verspielt und konnte durch einen Sieg im letzten Vorrundenspiel nur noch Platz 3 in der Gruppe und damit das 9-Meter-Schießen um Platz 5 erreichen. | ||
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| + | Aufgrund der Verletzung von Istvan Tuncsik stand im dritten Vorrundenspiel gegen Chemie Böhlen Alexander Anoschkin im Tor. Schon nach zwei Minuten Spielzeit gelang Manuel Kahlig mit einem Schuß aus der Drehung die 1:0 Führung für den DSC, doch mit dem Anstoß konnte Böhlen ausgleichen. Nach einem abgewehrten Schuß von René Fritzsche kann erneut Kahlig im Nachschuß zum 2:1 verwandeln. Kurz vor dem Ende können Müller, nachdem er sich den Ball erkämpft hat und Christoph Baum nach Pass von Fritzsche auf 4:1 für die Schwarz-Roten erhöhen. Mit diesem Sieg belegte der DSC den dritten Rang in der Staffel 2 und traf damit im 9-Meter-Schießen um Platz 5 auf den FC Stahl Brandenburg. | ||
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| + | Auch im 9-Meter-Schießen weiterhin Anoschkin im Tor, als Schützen standen Fritzsche, Grell, Kahlig und Baum bereit. Stahl Brandenburg begann mit dem Schießen und traf den ersten 9-Meter, René Fritzsche ebenfalls sicher konnte ausgleichen. Brandenburg legte erneut vor, der Schuß von Niels Grell wurde gehalten. Den nächsten Schuß von Brandenburg konnte Anoschkin parieren, doch auch Manuel Kahlig’s Schuß wurde gehalten. Danach Stahl wieder sicher, doch auch Christoph Baum traf zum 2:3 aus Sicht des DSC. Wenn Brandenburg nun traf war das 9-Meter-Schießen zu Ende und diesen Erfolg ließ sich Stahl nicht nehmen und traf zum 4:2. | ||
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| + | In den beiden Halbfinals setzten sich Tasmania Berlin und Stahl Riesa in der Verlängerung durch. Das Spiel um Platz 3 gewann Fortuna Düsseldorf im 9-Meter-Schießen gegen die SG Canitz. Tasmania Berlin setzte sich im Finale gegen Stahl Riesa mit 3:2 durch und konnte die Siegprämie von 1111,- Euro einstecken. | ||
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| + | Rund 1000 Zuschauer waren bei dem gutklassigen Turnier in Riesa dabei, darunter 15 DSC-Fans. Die meisten Fans stellte Lok Leipzig, mit rund 300 Anhängern. Auch Stahl Brandenburg und Stahl Riesa stellten eine große Anzahl an Fans. Nur Tasmania Berlin war völlig ohne Anhänger anwesend. | ||
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| + | == Fanbericht == | ||
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| + | Da den begeisterten Ankündigungen ("unbedingt hin") fast ebenso viele mehr oder weniger gut begründete Absagen folgten, lagen die letztendlich anwesenden 15 Sport-Club-Hanseln im Bereich des Erwarteten. Der DSC trat erst im vierten Spiel an, so dass es erst mal Gelegenheit gab, sich die anderen Teams in Ruhe anzusehen. Die 1000-Zuschauer-Halle war zu etwa einem Drittel von lautstarken Lokis besetzt, von denen die breiter gebaute Busladung aber schon nach dem ersten Spiel Richtung Markkleeberg abdampfte, als Gerüchte bzw. Infos über eine Hallenstürmung der Chemiker beim dortigen Hallenturnier die Runde machten. Gleich im ersten Spiel konnten sportlich die (als einzige ohne Fans anwesenden) Berliner Tasmanen und supportmäßig die direkt neben uns platzierten ca. 30 Brandenburger Stahl-Fans beeindrucken. Im ersten DSC-Spiel nahm unsere Landesliga-und-A-Jugend-Mischung dann erst mal Unterricht beim gastgebenden TSV Stahl Riesa (immerhin 1. Kreisklasse) und hatte nach zwei Gegentoren dann auch irgendwann begriffen, dass hinten den Ball raushauen in der Halle die bessere Lösung darstellt. Stimmungstechnisch war mit unseren drei bis vier Supportwilligen gegen die stellenweise sehr guten Heimfans natürlich wenig bis nix ausrichten und so gings einem sang- und klangarmen 1:6 entgegen. Übrigens auch das erste und letzte Spiel, das wir durchgehend stehend verfolgten, weil sich einige Alters- und Geistesrentner unbedingt in Reihe zwei oder drei setzen mussten und dann die Ordner ranholten weil sie schließlich auch bezahlt und deshalb das Recht auf freie Sicht hätten. Besonders stilvoll, dass die Ordner dann erstmal ne Weile den Sitzzwang überwachten und dafür vorne stehen (!) blieben. Ein Düsseldorfer wurde für das Kapitalverbrechen Stehen beim Fußballspiel sogar zwischenzeitlich der Halle verwiesen (und ich dachte, so nen Scheiß gibts nur in England). Bei der anschließenden obligatorischen Trinkpause traf man dann auf einen wankenden Leipziger, der uns erklärte, dass es bei Lok Hooligans gibt (wer hätte das gedacht) und uns dann seine ganz eigene Version der Markkleeberger Ereignisse schilderte, zum Glück aber irgendwann von seinem Freund bzw. Betreuer abgeholt wurde. Außerdem lief uns ein aufgebrachter Düsseldorfer über den Weg, der Hasstiraden in Richtung Ordner abließ und auch von seinen Freunden nicht gestoppt werden konnte. Bemerkenswert auch, dass die Anzahl seiner Anreisekilometer im Laufe der Zeit von 600 auf 700 anstieg. Gegen ebenjene Düsseldorfer Fortunen trug der Sport-Club dann auch sein zweites Spiel aus, bei dem ich das Geschehen auf dem Feld (0:6) auslasse und lieber auf die Stimmung eingehe, die dafür, dass sich auf unserer Seite erneut nur vier bis fünf Leute supportbereit zeigten (weil einige das Turnier lieber auf Bierstand und Stahl-Riesa-Block aufteilten) ganz okay war. Auf der Gegenseite machten die zahlenmäßig schwer zu schätzenden Düsseldorfer samt Auer Unterstützung (zusammen vielleicht 30) nur teilweise Stimmung. Bei den paar Gelegenheiten im Turnier, wo sie sich ins Zeug legten, wars aber dafür wirklich gut. Bei den angereisten Fortunen machte sich außerdem im Laufe des Turniers zunehmend der Alkoholkonsum bemerkbar, so dass einige nur noch auf ihre Spieler fluchten und gegen die Bande traten, was bei einem dritten Platz vielleicht nicht unbedingt nötig ist. Anzumerken ist noch, dass wirs noch mal mit stehend zusehen an einer anderen Stelle versuchten, wobei sich diesmal einige Brandenburger um ihre bezahlte Sicht betrogen fühlten (Zusammenhalt unter Fußballfans tiptop, und dass die Brandenburger bei ihren Spielen auch standen, macht die Sache auch nicht weniger lächerlich). Außerdem hatten gegen Spielende plötzlich einige Böhlener was gegen uns, warum genau wissen wir auch nicht. Im dritten Spiel konnte nicht nur eine ordentliche Charakterleistung der Guten bewundert werden, sondern auch ein für vier aktiv Beteiligte recht ansprechender Support abgeliefert (Zumindest besser als die insgesamt vielleicht 15 bis 20 Böhlener) und ein durch zwei Tore kurz vor Schluss sogar deutlicher 4:1-Erfolg bejubelt werden. Das Spiel wurde von uns übrigens rentnerfreundlich abgekniet mitverfolgt. Da das Turnier damit aus unsrer Sicht beendet war, lauschten alle außer den beiden Erfolgsfans, die spontan die Tasmania-Supporters-Crew Dresden aufmachten, gebannt den gewohnt stilsicheren, fachkundigen und gutinformierten Kommentaren unseres Lieblingssportjournalisten (Vorsicht, fiese Ironie) und Hallensprechers Zimmermann vom MDR, der sich allerdings aber mal vorher über die Regelungen bei Unentschieden in den K.O.-Runden hätte informieren können. Großes Kino wurde dann im Halbfinale geboten, wo Stahl Riesa auf den Stadtteilverein SG Canitz traf, der erfolgreich sämtliche Jugendabteilungen in die Halle getrieben hatte. Nachdem sich beide Anhängerschaften bis dahin gegenseitig unterstützt hatten, war hier plötzlich Lokalderbyatmosphäre geboten, was sich auch in der Spielweise beider Teams niederschlug. Doch während die meisten Stahl-Fans für das folgende Spiel um Platz 3 wieder die Canitzer unterstützen wollten, kamen diese mit ihrer Niederlage scheinbar nicht so zurecht und fielen für den Rest des Turniers mit Anti-Stahl-Sprüchen auf. Im Finale gewann trotz holprigen Beginns der Berliner Verbandsligist Tasmania Gropiusstadt, der, über das Turnier gesehen, auch eindeutig den besten Fußball hinlegte. Das Turnier fand seinen Ausklang dann mit der prunkvollen Siegerehrung, bei der unsere Mannschaft den Pokal für den sechsten Platz überreicht bekam (Die Elfmeterschießen um Platz 7 bzw. 5 hab ich wegen grober Sinnlosigkeit zu erwähnen vergessen). Warum unsere Helden es als einzige nicht schafften, in Trainingsklamotten zu erscheinen, sondern schon in Straßenklamotten antraten, hatte sicher bedeutende Gründe. | ||
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Aktuelle Version vom 21. Dezember 2022, 11:16 Uhr
Am 29.12. tritt der Dresdner SC beim Silvester-Cup in Riesa an. Gespielt wird in der kleineren WM-Halle in Riesa, die bis zu 1000 Leute fast.
Die Gruppen für das Turnier wurden schon ausgelost, in der Staffel A treffen der 1. FC Lok Leipzig, FC Stahl Brandenburg, SG Canitz und Tasmania Berlin aufeinander. In Staffel B spielt unser DSC gegen Fortuna Düsseldorf, SV Chemie Böhlen und den Gastgeber TSV Stahl Riesa. Für die DSC-Fans wurden 50 Karten reserviert, diese sind am Turniertag vor Ort an den Kassen zu erwerben. Der Eintrittspreis beträgt etwa 6 Euro.
Turnierstatistik[Bearbeiten]
Vorrunde:
I FC Stahl Brandenburg – SV Tasmania Berlin 0:4 I 1. FC Lok Leipzig – SG Canitz 0:3 II Fortuna Düsseldorf – Chemie Böhlen 2:1 II TSV Stahl Riesa – Dresdner SC 6:1 I FC Stahl Brandenburg – SG Canitz 1:2 I 1. FC Lok Leipzig – SV Tasmania Berlin 0:5 II Fortuna Düsseldorf – Dresdner SC 6:0 II TSV Stahl Riesa – Chemie Böhlen 4:2 I SV Tasmania Berlin – SG Canitz 6:2 I 1. FC Lok Leipzig – FC Stahl Brandenburg 3:3 II Dresdner SC – Chemie Böhlen 4:1 I Fortuna Düsseldorf – TSV Stahl Riesa 1:2
Staffel I:
Pl. Verein Sp. S U N Tore Pkt. 1. SV Tasmania Berlin 3 3 0 0 15: 2 9 2. SG Canitz 3 2 0 1 7: 7 6 3. Stahl Brandenburg 3 0 1 2 4: 9 1 4. 1. FC Lok Leipzig 3 0 1 2 3:11 1
Staffel II:
Pl. Verein Sp. S U N Tore Punkte 1. TSV Stahl Riesa 3 3 0 0 12: 4 9 2. Fortuna Düsseldorf 3 2 0 1 9: 3 6 3. Dresdner SC 3 1 0 2 5:13 3 4. Chemie Böhlen 3 0 0 3 4:10 0
Halbfinale:
SV Tasmania Berlin – Fortuna Düsseldorf 5:2 SG Canitz – TSV Stahl Riesa 2:1 n.V. (1:1)
9-Meter-Schießen um Platz 7:
1. FC Lok Leipzig – Chemie Böhlen 2:4
9-Meter-Schießen um Platz 5:
Stahl Brandenburg – Dresdner SC 4:2
Spiel um Platz 3:
Fortuna Düsseldorf – SG Canitz 8:6 n.E. (3:3)
Finale:
Tasmania Berlin – TSV Stahl Riesa 3:2
Bester Torschütze: Mohra (Tasmania Berlin) – 6 Treffer
Bester Torhüter: Förster (TSV Stahl Riesa)
Bester Spieler: Rühle (SG Canitz)
Zuschauer: 1.000
Torschützen Dresdner SC: Manuel Kahlig (2), Christoph Baum (1), Markus Grüninger (1), Christian Müller (1)
Turnierbericht[Bearbeiten]
Nach dem 4. Platz beim Hallenturnier in Freiberg folgte nur einen Tag später für den DSC der 8. Silvestercup in Riesa. Ein gut besetztes Turnier mit namhaften und traditionsreichen Mannschaften. Unter anderem waren Stahl Riesa, Fortuna Düsseldorf, Stahl Brandenburg und der 1. FC Lokomotive Leipzig am Start. Die Mannschaft des DSC wurde diesmal von Co-Trainer Uwe Helwig betreut, die Mannschaft im Vergleich zum Vortrag nur wenig verändert. Stefan Steglich fehlte verletzt, dafür waren Alexander Anoschkin und Markus Grüninger mit am Start. In Staffel zwei trafen die Schwarz-Roten auf den TSV Stahl Riesa, Fortuna Düsseldorf und Chemie Böhlen. Tasmania Berlin, Stahl Brandenburg, Lok Leipzig und die SG Canitz trafen in Staffel 1 aufeinander.
Im ersten Spiel traf der DSC auf den TSV Stahl Riesa und nach kurzem Abtasten führte nach 2 Minuten Spielzeit Stahl Riesa mit 1:0. Ein Pass von Istvan Tuncsik prallte am Gegenspieler ab und flog ins Tor. Da aus Sicht des TSV aus der eigenen Hälfte erzielt, eigentlich ein irreguläres Tor, dennoch wurde es gegeben. Nach einem Einwurf des TSV Stahl Riesa setzte sich Markus Grüninger durch und traf zum 1:1 Ausgleich. Mit dem Anstoß erzielten die Riesaer erneut die Führung. Nur zwei Minuten später spielt Tuncsik einem Riesaer den Ball vor die Füße, Grüninger kann nicht entscheidend klären und der Ball landet zum 3:1 für Riesa im Tor. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit verbunden mit einigen Schubsern müssen Christian Müller und ein Riesaer für 2-Minuten das Feld verlassen. Mit einem Konter kann Riesa auf 4:1 erhöhen, Tuncsik hatte einen Schuß nur abprallen lassen können und Kahlig hatte den Ball nicht konsequent aus dem Strafraum geschlagen. Nach einem Ballverlust von Anoschkin ist Tuncsik gegen den TSV ohne Chance – 5:1. Das 6:1 eine Minute vor dem Ende resultierte aus einem Pfostenschuß des TSV, denn Kahlig schlug danach den Ball nicht weg und Riesa erzielte den Endstand.
Nach dieser Niederlage mußte der DSC im zweiten Spiel punkten, um die Chance auf das Halbfinale zu wahren. Gegner die Fortuna aus Düsseldorf, die jedoch nur mit der zweiten Garnitur anwesend waren. In der 4. Minute können die Düsseldorfer nach einem Fehlpass von Tuncsik mit 1:0 in Führung gehen und diese in den nächsten zwei Minuten auf 3:0 erhöhen. Nach dieser Führung sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem 6 Minuten keine weiteren Tore fielen. Istvan Tuncsik wurde nach der Hälfte der Spielzeit auf dem Boden liegend attackiert und mußte verletzt das Spiel verlassen. Alexander Anoschkin übernahm nun für den Rest des Turniers die Position des Torhüters. Die letzten drei Minuten des Spiels konterten die Düsseldorfer den DSC aus und erhöhten bis zum Ende auf 6:0. Mit dieser Niederlage hatte der DSC die letzte Chance auf das Halbfinale verspielt und konnte durch einen Sieg im letzten Vorrundenspiel nur noch Platz 3 in der Gruppe und damit das 9-Meter-Schießen um Platz 5 erreichen.
Aufgrund der Verletzung von Istvan Tuncsik stand im dritten Vorrundenspiel gegen Chemie Böhlen Alexander Anoschkin im Tor. Schon nach zwei Minuten Spielzeit gelang Manuel Kahlig mit einem Schuß aus der Drehung die 1:0 Führung für den DSC, doch mit dem Anstoß konnte Böhlen ausgleichen. Nach einem abgewehrten Schuß von René Fritzsche kann erneut Kahlig im Nachschuß zum 2:1 verwandeln. Kurz vor dem Ende können Müller, nachdem er sich den Ball erkämpft hat und Christoph Baum nach Pass von Fritzsche auf 4:1 für die Schwarz-Roten erhöhen. Mit diesem Sieg belegte der DSC den dritten Rang in der Staffel 2 und traf damit im 9-Meter-Schießen um Platz 5 auf den FC Stahl Brandenburg.
Auch im 9-Meter-Schießen weiterhin Anoschkin im Tor, als Schützen standen Fritzsche, Grell, Kahlig und Baum bereit. Stahl Brandenburg begann mit dem Schießen und traf den ersten 9-Meter, René Fritzsche ebenfalls sicher konnte ausgleichen. Brandenburg legte erneut vor, der Schuß von Niels Grell wurde gehalten. Den nächsten Schuß von Brandenburg konnte Anoschkin parieren, doch auch Manuel Kahlig’s Schuß wurde gehalten. Danach Stahl wieder sicher, doch auch Christoph Baum traf zum 2:3 aus Sicht des DSC. Wenn Brandenburg nun traf war das 9-Meter-Schießen zu Ende und diesen Erfolg ließ sich Stahl nicht nehmen und traf zum 4:2.
In den beiden Halbfinals setzten sich Tasmania Berlin und Stahl Riesa in der Verlängerung durch. Das Spiel um Platz 3 gewann Fortuna Düsseldorf im 9-Meter-Schießen gegen die SG Canitz. Tasmania Berlin setzte sich im Finale gegen Stahl Riesa mit 3:2 durch und konnte die Siegprämie von 1111,- Euro einstecken.
Rund 1000 Zuschauer waren bei dem gutklassigen Turnier in Riesa dabei, darunter 15 DSC-Fans. Die meisten Fans stellte Lok Leipzig, mit rund 300 Anhängern. Auch Stahl Brandenburg und Stahl Riesa stellten eine große Anzahl an Fans. Nur Tasmania Berlin war völlig ohne Anhänger anwesend.
Fanbericht[Bearbeiten]
Da den begeisterten Ankündigungen ("unbedingt hin") fast ebenso viele mehr oder weniger gut begründete Absagen folgten, lagen die letztendlich anwesenden 15 Sport-Club-Hanseln im Bereich des Erwarteten. Der DSC trat erst im vierten Spiel an, so dass es erst mal Gelegenheit gab, sich die anderen Teams in Ruhe anzusehen. Die 1000-Zuschauer-Halle war zu etwa einem Drittel von lautstarken Lokis besetzt, von denen die breiter gebaute Busladung aber schon nach dem ersten Spiel Richtung Markkleeberg abdampfte, als Gerüchte bzw. Infos über eine Hallenstürmung der Chemiker beim dortigen Hallenturnier die Runde machten. Gleich im ersten Spiel konnten sportlich die (als einzige ohne Fans anwesenden) Berliner Tasmanen und supportmäßig die direkt neben uns platzierten ca. 30 Brandenburger Stahl-Fans beeindrucken. Im ersten DSC-Spiel nahm unsere Landesliga-und-A-Jugend-Mischung dann erst mal Unterricht beim gastgebenden TSV Stahl Riesa (immerhin 1. Kreisklasse) und hatte nach zwei Gegentoren dann auch irgendwann begriffen, dass hinten den Ball raushauen in der Halle die bessere Lösung darstellt. Stimmungstechnisch war mit unseren drei bis vier Supportwilligen gegen die stellenweise sehr guten Heimfans natürlich wenig bis nix ausrichten und so gings einem sang- und klangarmen 1:6 entgegen. Übrigens auch das erste und letzte Spiel, das wir durchgehend stehend verfolgten, weil sich einige Alters- und Geistesrentner unbedingt in Reihe zwei oder drei setzen mussten und dann die Ordner ranholten weil sie schließlich auch bezahlt und deshalb das Recht auf freie Sicht hätten. Besonders stilvoll, dass die Ordner dann erstmal ne Weile den Sitzzwang überwachten und dafür vorne stehen (!) blieben. Ein Düsseldorfer wurde für das Kapitalverbrechen Stehen beim Fußballspiel sogar zwischenzeitlich der Halle verwiesen (und ich dachte, so nen Scheiß gibts nur in England). Bei der anschließenden obligatorischen Trinkpause traf man dann auf einen wankenden Leipziger, der uns erklärte, dass es bei Lok Hooligans gibt (wer hätte das gedacht) und uns dann seine ganz eigene Version der Markkleeberger Ereignisse schilderte, zum Glück aber irgendwann von seinem Freund bzw. Betreuer abgeholt wurde. Außerdem lief uns ein aufgebrachter Düsseldorfer über den Weg, der Hasstiraden in Richtung Ordner abließ und auch von seinen Freunden nicht gestoppt werden konnte. Bemerkenswert auch, dass die Anzahl seiner Anreisekilometer im Laufe der Zeit von 600 auf 700 anstieg. Gegen ebenjene Düsseldorfer Fortunen trug der Sport-Club dann auch sein zweites Spiel aus, bei dem ich das Geschehen auf dem Feld (0:6) auslasse und lieber auf die Stimmung eingehe, die dafür, dass sich auf unserer Seite erneut nur vier bis fünf Leute supportbereit zeigten (weil einige das Turnier lieber auf Bierstand und Stahl-Riesa-Block aufteilten) ganz okay war. Auf der Gegenseite machten die zahlenmäßig schwer zu schätzenden Düsseldorfer samt Auer Unterstützung (zusammen vielleicht 30) nur teilweise Stimmung. Bei den paar Gelegenheiten im Turnier, wo sie sich ins Zeug legten, wars aber dafür wirklich gut. Bei den angereisten Fortunen machte sich außerdem im Laufe des Turniers zunehmend der Alkoholkonsum bemerkbar, so dass einige nur noch auf ihre Spieler fluchten und gegen die Bande traten, was bei einem dritten Platz vielleicht nicht unbedingt nötig ist. Anzumerken ist noch, dass wirs noch mal mit stehend zusehen an einer anderen Stelle versuchten, wobei sich diesmal einige Brandenburger um ihre bezahlte Sicht betrogen fühlten (Zusammenhalt unter Fußballfans tiptop, und dass die Brandenburger bei ihren Spielen auch standen, macht die Sache auch nicht weniger lächerlich). Außerdem hatten gegen Spielende plötzlich einige Böhlener was gegen uns, warum genau wissen wir auch nicht. Im dritten Spiel konnte nicht nur eine ordentliche Charakterleistung der Guten bewundert werden, sondern auch ein für vier aktiv Beteiligte recht ansprechender Support abgeliefert (Zumindest besser als die insgesamt vielleicht 15 bis 20 Böhlener) und ein durch zwei Tore kurz vor Schluss sogar deutlicher 4:1-Erfolg bejubelt werden. Das Spiel wurde von uns übrigens rentnerfreundlich abgekniet mitverfolgt. Da das Turnier damit aus unsrer Sicht beendet war, lauschten alle außer den beiden Erfolgsfans, die spontan die Tasmania-Supporters-Crew Dresden aufmachten, gebannt den gewohnt stilsicheren, fachkundigen und gutinformierten Kommentaren unseres Lieblingssportjournalisten (Vorsicht, fiese Ironie) und Hallensprechers Zimmermann vom MDR, der sich allerdings aber mal vorher über die Regelungen bei Unentschieden in den K.O.-Runden hätte informieren können. Großes Kino wurde dann im Halbfinale geboten, wo Stahl Riesa auf den Stadtteilverein SG Canitz traf, der erfolgreich sämtliche Jugendabteilungen in die Halle getrieben hatte. Nachdem sich beide Anhängerschaften bis dahin gegenseitig unterstützt hatten, war hier plötzlich Lokalderbyatmosphäre geboten, was sich auch in der Spielweise beider Teams niederschlug. Doch während die meisten Stahl-Fans für das folgende Spiel um Platz 3 wieder die Canitzer unterstützen wollten, kamen diese mit ihrer Niederlage scheinbar nicht so zurecht und fielen für den Rest des Turniers mit Anti-Stahl-Sprüchen auf. Im Finale gewann trotz holprigen Beginns der Berliner Verbandsligist Tasmania Gropiusstadt, der, über das Turnier gesehen, auch eindeutig den besten Fußball hinlegte. Das Turnier fand seinen Ausklang dann mit der prunkvollen Siegerehrung, bei der unsere Mannschaft den Pokal für den sechsten Platz überreicht bekam (Die Elfmeterschießen um Platz 7 bzw. 5 hab ich wegen grober Sinnlosigkeit zu erwähnen vergessen). Warum unsere Helden es als einzige nicht schafften, in Trainingsklamotten zu erscheinen, sondern schon in Straßenklamotten antraten, hatte sicher bedeutende Gründe.
mhr (Fanclub Hofmann Richard)